Ministerpräsidentin besucht STARKE Möbeltransporte GmbH

By 4. Juli 2014Allgemein, Presse

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht besuchte im Rahmen der „Thüringentour 2020 Aufbruch und Zukunft“ die STARKE Möbeltransporte GmbH.

Kurz bevor Christine Lieberknecht kommt, kamen ein paar hundert Waschmaschinen. Ein deutscher Shopping-Sender, sagt René Starke, habe diese schweren Gerätschaften in einer Sonderaktion angeboten. Viele Menschen in der Region um Gera haben offenbar zugeschlagen. Die STARKE Möbeltransporte GmbH in Gera wird sie nun ausliefern. Auf derartig sperrige Güter hat man sich hier spezialisiert. „Bei unserem Unternehmen ist das Fahren eigentlich Nebensache.“ Seine Mitarbeiter, sagt der Geschäftsführer, müssten Waschmaschinen, Schränke, Fernseher und Küchen nicht nur liefern, sondern auch aufbauen und anschließen können. Ein- und Ausladen geschieht meist mit Muskelkraft. Das Geschäft mit großen, beweglichen Gütern ermöglicht Starke auch einen Einblick in die Wanderungsbewegungen der Thüringer.

Dass die Waschmaschinen heute in dieser 4.000 Quadratmeter großen Neubau-Lagerhalle stehen können, hat ebenfalls viel mit der politischen Wende zu tun. Damals, erzählt Starke, habe er sich gedacht: Ich muss jetzt etwas tun, sonst verpasse ich den Anschluss. Mit Ende Zwanzig legte der deshalb den Grundstein für die eigene Firma, im Speditionsgewerbe. Bis 1978 war schon sein Vater in dieser Branche tätig gewesen – bis die DDR-Oberen ihm das Leben so schwer machten, dass er sein privates Unternehmen beerdigte. Sein Sohn tat sich in den Wendejahren mit einem Traditionsunternehmen aus den alten Bundesländern zusammen. Die Zusammenarbeit zwischen Ost und West sei immer fair, gleichberechtigt, auf Augenhöhe gewesen, sagt Starke. Schließlich übernahm er die Firmenanteile seines Partners. Fast 130 Menschen arbeiten heute in dem Unternehmen.

Ebenso wichtig wie der Blick zurück ist für Lieberknecht auch bei dieser Station der Blick in die Gegenwart: Weil Starke nicht nur eines der größten Depots für einen großen deutschen Logistikkonzern betreibt, sondern auch Umzüge – wieder: gerne die großen – für Privat- und Geschäftskunden erledigt, wissen der Geschäftsführer und sein Betriebsleiter Mirko Träger ziemlich gut, wie viele Thüringer in den vergangenen Jahren ihre Heimat verlassen haben. Bis nach Papua Neuguinea und Curaçao, erzählen die beiden Männer, hätten sie den Hausrat von ausreisewilligen Thüringern in der Vergangenheit schon gebracht. Lieberknecht hört das nicht gerne.

Allerdings, sagen Starke und Träger habe sich dieser Trend zuletzt wieder umgekehrt. Nachdem es für viele Jahre junge Menschen aus der Mitte Deutschlands in großer Zahl zum Beispiel nach Österreich und in die Schweiz verschlagen habe, kämen sie von dort nun mehr und mehr wieder zurück. „Zum Glück“, sagt Starke. „Wir brauchen diese Leute hier.“ Lieberknecht nickt.