Chronik
So fing alles an
9. November 1989 - Mauer und Stacheldraht trennen die Deutschen nicht mehr. Die DDR öffnet ihre Grenzen zur Bundesrepublik und nach Berlin (West). Tausende von DDR-Bürgern machen sich mit ihren Trabbis und Wartburgs oder auch zu Fuß auf den Weg in den Westen. Unter ihnen ein junger Mann mit einer Vision.Die Idee des Vaters Wolfgang Starke, ein Fuhrunternehmen zu gründen, ist der Wunsch von René und seiner Frau Ilona.
In Berlin nimmt René an einem Kongress der Kooperationsbörse der Industrie- und Handelskammer teil. Über diesen Kongress knüpft René neue wirtschaftliche und menschliche Kontakte. Über die IHK Frankfurt/Main geht Ende Februar 1990 ein Anruf an Herrn Dr. Bovermann, Inhaber und Mitgesellschafter von insgesamt 10 Möbeltransportfirmen, mit der Frage, ob er einem jungen Mann aus dem Osten bei seiner Firmengründung behilflich sein kann, ob Interesse bestehe.
Ohne große Verträge zu paraphieren, beginnt eine Zusammenarbeit zwischen Ost und West, die auf Menschenkenntnis, Fairness, Vertrauen und Menschlichkeit beruht. Am 1. Juli 1990 erfolgte die Gründung einer GmbH unter dem Namen "Rettenmayer & Starke GmbH". Da wir uns 1999 von der Rettenmayer Gruppe getrennt haben, ändern wir nun zum 1. Januar 2005 unseren Firmenname in Möbeltransporte R. Starke GmbH.
Der erste Lastzug
Der erste Lastzug, ein MAN 14.192, Baujahr 1979 wechselt bereits Ende April 1990 seinen Standort von Wiesbaden nach Gera. Wenige Tage später kann René einen fast neuen Mercedes Benz 817 abholen.Eine Firma mit einer festen Struktur und einem festen Mitarbeiterstamm bildet sich. Die Arbeit wird auf viele Schultern verteilt. René schafft Arbeitsplätze. Sein erster MAN bekommt immer mehr Geschwister. Die Firma platzt aus allen Nähten. Die sehr gute Arbeit der Firma, ihre Schnelligkeit und Zuverlässigkeit, lässt sie bekannt werden. So ist es nicht verwunderlich, dass schon bald ein neues Firmengrundstück gesucht werden muss.
Bau des neuen Büro- und Lagerkomplexes
Schließlich wird das erste "richtige" Firmengelände in der Wasserkunststraße in Gera bezogen. Bald schon aber sollte auch dieses Gelände der schnell wachsenden Firma zu klein werden.Aufgrund der ansteigenden Auftragslage wurde es für die Spedition Rettenmayer & Starke von großer Wichtigkeit, schnellstmöglich ein passendes Grundstück für einen Neubau zu finden. Das geplante Bauvorhaben zur Errichtung von zwei Lagerhallen mit entsprechendem Sozialgebäude wurde zur Dringlichkeit.
Am 26. August 1991 konnten die Baumaßnahmen beginnen. Ein stolzes Gefühl entwickelte sich, mitzuerleben, wie eine hervorragende Arbeitsstätte entstand, die wieder neue Arbeitsplätze schaffte. Im Frühjahr 1992 schließlich waren die Außenarbeiten an Halle 1 und am Bürogebäude im Wesentlichen abgeschlossen.
Soziales und gesellschaftliches Engagement
Soziales und gesellschaftliches Engagement sind nicht nur Worte der Firma, um zu werben.Die Firma lebt nach diesen Grundsätzen. Rettenmayer & Starke war eine der Firmen, die am 4. Dezember 1998 zu einer Hilfsaktion für die Menschen in Bosnien aufbrach. Bereits am 7. Dezember sollten die zahlreichen Spendengüter übergeben werden.
Ein großer Lastzug mit gebrauchten Möbeln machte sich zusammen mit zwei weiteren Lastzügen der MTG L. Rettenmayer mbH auf den gefahrvollen und beschwerlichen Weg, den Menschen in Bosanska Krupa Dinge des täglichen Lebens zu überbringen.
Insgesamt drei mal wurden Hilfsaktionen gestartet und Transporte durchgeführt.
Tief beeindruckt und menschlich berührt konnte René Starke im Juni 1992 persönlich vom armseligen Leben, von Leid und Aufbau in Rumänien berichten. Auch dorthin brachten zwei LKW der Firma Spendengüter wie Waschmaschinen, Kühlschränke und Bekleidung.
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